Stolpersteine

Im Februar 2025 wurden in Grenzach-Wyhlen die ersten 11 Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an die Mitglieder der jüdischen Familien Stein und Bloch, die zur Emigration gezwungen bzw. in den Lagern von Gurs und Auschwitz ermordet wurden.

Die Initiative Stolpersteine Grenzach-Wyhlen, das sind der Pfarrer i.R. Axel Huettner und ich, recherchieren zu den Opfern des NS-Regimes am Ort, erstellen deren Biografien, identifizieren ihre letzten Wohnorte vor der Verhaftung / Deportation / Flucht und initiieren die Verlegung von Stolpersteinen.

In den kommenden Jahren sollen insgesamt bis zu 70 Steine für als Jüd:innen oder Kommunist:innen verfolgte, für die Opfer der sog. Euthanasie-Maßnahmen, für Personen, die gegen nationalsozialistische Gesetze (bspw. aufgrund des Hörens von ausländischen Radiosendern) verstießen und für Zwangsarbeiter:innen verlegt werden.

Unorthodoxe Quelle: Polnische Kirchenbücher aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg

Größte Herausforderung: Das Netzwerk an Zuständigkeiten innerhalb der Gemeindeverwaltung 

Schönstes Gefühl: Dass die ersten Steine am Tag vor der Bundestagswahl verlegt werden konnten