Antwort vom Bundesarchiv

Nur zwei (!) Tage nachdem sich die WASt gemeldet hatte, kam auch eine Antwort vom Bundesarchiv, BDC. Und wer glaubt, dass die Angaben zu Einsatzort und Rang Ernst Maiers schon eine Enthüllung waren…

Was mir das Bundesarchiv zugeschickt hat:

  1. Eine Fotokopie seiner NSDAP-Mitgliedskarte
  2. Die Information, dass eine Akte mit dem Titel „PK/NSDAP-Parteikorrespondenz“ gefunden wurde (Umfang: 8 Seiten)
  3. Eine Akte aus dem Bestand des Rasse- und Siedlungshauptamts (Umfang: 38 Blätter): „unter anderem Verlobungs- und Heiratsgesuch, eine SS-Ahnentafel, ein SS-Erbgesundheitsbogen und auch Passfotos“

Ebenfalls erhalten sind die Unterlagen und Fotos der damaligen Verlobten / Ehefrau. Um abgleichen zu können, ob es sich dabei um Ihre Urgroßmutter handelt, teilen Sie bitte deren Namen und Geburtsdaten mit; sollte sie bereits verstorben sein, geben Sie bitte auch das Todesdatum an.

JA JAJ AJ A

Aaaaaaalter

Drei Tage vorher wusste ich so gut wie nichts, einen Tag vorher hätte ich mich schon über die Kopie aus der Mitgliederkartei abgöttisch gefreut und jetzt sowas.

Katharina hieß sie. Schnell schnell. Was noch? Kostenübernahme, klar, kopiert drauf los. 

Wer schreibt ein Verlobungs- und Heiratsgesuch an das Rasse- und Siedlungshauptamt – der SS?

Spoiler alert:

https://etheses.lse.ac.uk/1410/1/U084457.pdf

Und wieder Wildt: „Grundlage für die rassische Auslese der SS war der Heiratsbefehl vom 31. Dezember 1931. In ihm stellte Himmler als Ziel die ‚erbgesundheitlich wertvolle Sippe deutscher Nordisch-bestimmter Art‘ voran. Um dieses Ziel zu erreichen, führte er ab sofort für alle unverheirateten Angehörigen der SS eine Heiratsgenehmigung ein, die der Reichsführer SS erteilte. Eine solche Heiratsgenehmigung wurde allein ’nach rassischen und erbgesundheitlichen Gesichtspunkten erteilt oder verweigert‘.  […] Zur Bearbeitung der Heiratsgesuche richtete Himmler mit dem Erlaß zugleich ein ‚Rassenamt‘ der SS unter der Leitung von Richard Walther Darré ein, das 1933, nun als ‚Rasse- und Siedlungsamt‘, von München nach Berlin wechselte, wo Darré seine neue Funktion als Reichbauernführer und Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft ausübte.“ (Wildt, Generation S.191)

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